Törnberichte

Segeltörn Kroatien Oktober 2014

Christof, Sigrid, Jörg , Max und Bootshund Captain Black

Christof, Sigrid, Jörg , Max und Bootshund Captain Black

Unser Segeltörn startete wie immer in Sukosan bei unserem Vercharterer Mirakul Yachting. Erstmals so spät im Jahr, weil wir die Herbstferien nutzen mussten.
Da unsere Yacht in der vorherigen Woche nicht verchartert war, durften wir (Christof, Sigrid und Bootshund Captain Black) dankender Weise bereits am Freitag unser Schiff entern und somit auch bunkern.

Samstag 04.10.2014

Am frühen Samstagmorgen traf der Rest unserer Crew (Max und Jörg) mit dem Flugzeug ein. Dies sollte der erste große Törn für unser Patenkind Max werden, welchen wir ihm schon lange versprochen hatten. Nun war es endlich soweit.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, der Sicherheitseinweisung und dem Erledigen der Restformalitäten hieß es bereits um 11.15 Uhr Leinen los. Unser erstes Ziel war die Marina Veli Iz auf Iz.
Leider mussten wir den Motor benutzen, da der Wind aus der völlig falschen Richtung kam. Als kleines Trostpflaster, konnten wir dafür in Knez auf der Insel Iz einen Badestopp einlegen. Fest an einer der Mooringbojen, ging es ab in das 23° warme Wasser. Schon hatten wir den ersten Verlust zu vermelden. Während Max ins Wasser steigen wollte, brach unsere Badeleiter ausgerechnet bei seinem Fliegengewicht ab, und wir mussten sehen, wie wir wieder an Bord kamen. Da Max der leichteste und mit Sicherheit auch der gelenkigste war, musste er als erstes wieder an Bord. Dann wurde mit vereinten Kräften der Rest der Crew wieder an Bord genommen. Nach einem kurzen Telefonat mit unserem Vercharterer wurde uns eine neue Badeleiter durch unser Nachbarschiff, welches der Bruder von Jörg gechartert hatte, mitgebracht.
Nach dieser Aufregung mussten wir erst einmal einen Snack einnehmen, um uns wieder zu stärken.
Dann ging es weiter nach Veli Iz. Veli Iz ist eine kleine aber feine Marina mit einem netten kleinen Dorf. Nach einem Einlaufbier kam erst einmal Captain zu seinem Recht und wir machten einen Erkundungsgang durch Veli Iz, wobei auch ein Restaurant für den Abend ausgemacht werden sollte. Hier wurden wir sehr bald fündig und bestellten uns eine Kalbfleischpeka zum Abendessen. Inzwischen war unser Nachbarschiff eingetroffen und wir konnten sofort die neue Badeleiter, welche dann bis zum Ende des Urlaubes gehalten hat, installieren.
Abends ging es dann zum Essen ins Restaurant kod Rajka. Es sollte sich als ein guter Griff erweisen. Neben einer guten Käse- und Schinkenplatte als Vorspeise gab es eine hervorragende Peka.

Kroatische Peka....lecker

Kroatische Peka….lecker

Sonntag 05.10.2014

Nach dem Frühstück legten wir bereits um 08.40 Uhr ab und konnten auf Grund des günstigen Windes bereits nach 3 Meilen die Segel setzen. Unser heutiges Ziel war der kleine Stadthafen Prvic Luka auf Prvic, eine kleine Insel in der Nähe von Sibenik. Teils unter Segel, teils unter Motor erreichten wir unseren Zielhafen gegen 15.30 Uhr. Nachdem das Boot sicher festgemacht war, und wir von der netten Hafenmeisterin die Einweisung über die Gegebenheiten und den Schlüssel für das Bade- und Toillettenhaus erhalten hatten, ging es los zu einem Spaziergang, denn die vier Beine hatten es heute ja schon lange an Bord aus gehalten. Natürlich sollte unser Einlaufbier nicht zu kurz kommen und so kehrten wir später in einer kleinen Strandbar ein. Zurück an Bord wurde alles zum Abendessen gerüstet. Während die Crew die Zutaten, in der vom Smutje gewünschten Größe zuschnitt, wurde diese wie stets von besagtem, mit Getränken bei Laune gehalten. Nach einem guten Essen und dem Aufräumen gingen wir zum gemütlichen Teil des Abends über, mit Smalltalk in Plicht.

Stadthafen Prvic Luka auf Prvic

Stadthafen Prvic Luka auf Prvic

Montag 06.10.2014

Nach einer ruhigen Nacht, wurde am Morgen als erstes Bootshund Captain versorgt, bevor es zum Duschen ging. Während der Zubereitung des Frühstücks, klingelte plötzlich mein Handy. Völlig erschrocken schaute ich darauf, wer mich wohl so früh am Morgen schon anrufen würde. Das Display zeigte als Anrufer Max. Max? Wieso ruft er mich an? Nach mehrmaligen Rufen und einen Blick in die Koje musste ich feststellen, dass er sich nicht an Bord befand. Also nahm ich den Anruf an. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich um eine Art Notruf handelte, denn irgendjemand hatte ihn versehentlich ins Toilettenhäuschen eingeschlossen und er hatte keinen Schlüssel, aber immerhin ein Handy dabei.
Nach so viel Aufregung und einer glücklichen Rettung, gab es dann erst einmal ein gutes Frühstück, bevor wir gegen 08.40 Uhr die Mooring fallen ließen und uns aufmachten in Richtung Rogoznica.

Max-sein-haus-kroatien

Wieder wurde es eine gemischte Fahrt aus Segeln und unter Motor fahren. Da wir heute nur eine kurze Strecke zu bewältigen hatten, bot es sich an wieder einmal an MOB Manöver zu fahren.
Gegen 13.30 Uhr legten wir im Stadthafen Rogoznica an (in Rogoznica befindet sich auch die große Marina Frapa). Nach Einlaufbier, Spaziergang und ein wenig relaxen, ging es zum Einkauf in den kleinen Ort.
Hier gibt es einen guten Metzger, bei dem man gut frisches Fleisch einkaufen kann. Auch findet man hier einen gut sortierten Supermarkt und morgens einen kleinen Markt mit frischem Gemüse.
Zurück im Hafen, trafen wir auf einen alten Bekannten, den Hafenmeister. Ihn kennen wir schon seit vielen Jahren und freuen uns immer wenn wir ihn wiedersehen, da er immer Zeit für einen netten Plausch hat.
Nach dem Essen ließen wir den Abend in Ruhe in der Plicht ausklingen.

Stadthafen Rogoznica

Stadthafen Rogoznica

Dienstag 07.10.2014

Heute Morgen ging ein schweres Gewitter über Rogoznica nieder, nach dem Frühstück hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne schien wieder. Wir legten wieder früh ab und konnten bald die Segel setzen. Wieder ging die Fahrt im Wechsel zwischen Segeln und Motoren anheim. Da gegen Mittag der Wind gänzlich einschlief, wir es aber nicht mehr weit bis zu unserem Ziel hatten, legten wir in einer kleinen Bucht auf Solta einen Badestopp ein. Es war eine sehr schöne ruhige, in Felsen gebettete Bucht mit herrlich klarem Wasser.
Nach einem ausgiebigen Bad und einem Mittagssnack ging es weiter in eine kleine Privatmarina in Milna auf Brac. Dort erwartete uns bereits unser Nachbarschiff, welches unseren Abstecher nicht bemerkt hatte.

Milna auf Brac

Milna auf Brac

Milna ist ein schöner kleiner Ort, welcher sich rund um die kleine Bucht erstreckt. Hier befindet sich auch noch eine ACI Marina. Nach dem wir das Schiff fertig klariert hatten, sind wir zu einem Spaziergang in die Ortschaft aufgebrochen. Da es schon sehr spät im Jahr war, waren bereits viele Lokalitäten geschlossen und auch das Versorgungsangebot war bereits leicht eingeschränkt.
Zurück an Bord wurde das Abendessen zu bereitet und nach dem wir wieder Klarschiff hatten, haben wir eine Runde Rommé gespielt.

Mittwoch 08.10.2014

Nach Frühstück hieß es früh die Leinen los und Segel gesetzt in Richtung Vis. Wir wurden heute so von Sonne und Wind verwöhnt, dass wir den ganzen Weg bis in die Bucht von Vis auf Vis segeln konnten.
Vis ist ein schöner Stadthafen, der mitten im Geschehen liegt. Wer es etwas ruhiger haben möchte, kann sich an die Riva in Kut verholen, welche in der gleichen Bucht liegt.

Stadthafen Insel Vis

Für den heutigen Abend hatten wir eine Lammpeka auf Roki´s Weingut bestellt.
Nach dem Mittagssnack machten wir uns auf, Vis zu erkunden. Hier gibt es eine alte Festung und ein auf einer Halbinsel gelegenes Kloster.
Unterwegs kehrten wir in ein Internetcafé ein, damit unser Max endlich mal wieder W-Lan Zugriff hatte, und alles Aktuelle weitergeben konnte. Danach ging es zurück an Bord, wo wir uns noch ein wenig ausruhten, bevor es zum Abendessen auf das Weingut ging.
Gegen 18.00 Uhr ging es los zu Roki´s Weinladen, von dort wurden wir mit dem Wagen auf das Weingut gebracht. Auf der Fahrt dorthin hat man einen wundervollen Blick über die Bucht und auf Vis. Auf dem Weingut angekommen konnten wir erst einmal einen Blick auf unser Abendessen werfen, welches unter der Aschenhaube gegart wurde. In dem schönen mit Weinreben überdachten Hof war für uns bereits der Tisch eingedeckt.
Nach einem schönen Abend und einem guten Essen mit gutem Wein, ging es zurück an Bord.

Donnerstag 09.10.2014

Nach dem Frühstück legten wir früh ab, und nach einem kurzen Tankstopp konnten wir die Segel setzen und legten das heutige Etmal komplett unter Segel zurück.
Unser heutiges Ziel war Vela Luka. Vela Luka ist ein netter kleiner Stadthafen auf Korcula, mit guten Möglichkeiten das Proviant aufzufüllen.
Da heute Seemannssonntag war, sollte wie üblich vom Skipper ein Kuchen gebacken werden. Dieser hat die ehrenvolle Aufgabe jedoch an den Smutje weiter geleitet und so gibt es heute eine Hefemohnrolle.
Beim Anlegen hatten wir das Glück, dass uns ein Hafenbediensteter zur Hilfe kam, und uns gleich mit den Modalitäten vertraut machte.
Leider gibt es in Vela Luka keine Sanitäranlagen.
Nachdem wir das Schiff ordentlich fest gemacht hatten, gab es nun erst einmal Kaffee und Kuchen.
Nach unserem obligatorischen Spaziergang, machten wir uns auf, unsere Einkäufe zu erledigen und dann in einem Café noch einen Espresso zu trinken.
Zurück an Bord wurde alles für das Abendessen gerichtet.
Nach dem Essen wurden noch einige Runden Triomino gespielt.

Freitag 10.10.2014

Um 08.45 Uhr wurden die Leinen losgeworfen und es ging weiter zu unserem nächsten Ziel Skrivena Luka auf Lastavo. Es war sonnig und wir hatten einen guten Ostwind, so dass wir bereits nach 2 Meilen die Segel setzen konnten. Gegen Mittag schlief der Wind ein und wir mussten leider den Motor zur Hilfe nehmen. Um 14.30 Uhr haben wir in Skrivena Luka angelegt. Skrivena Luka ist eine schöne kleine geschützte Bucht. Der Liegeplatz wird staatlich verwaltet und ist von dem Restaurant welches sich am Ende des Steges befindet unabhängig. Hinter dem Restaurant befinden sich die Sanitäranlagen.

Skrivena Luka auf Lastavo

Skrivena Luka auf Lastavo

In dem Restaurant Porto Rosso kann man sehr gut essen und es gibt auch einen guten Wein.
Den Nachmittag verbrachten wir damit das gute Wetter aus zu nutzen um ausgiebig zu schwimmen.
Später wurde noch ein Spaziergang rund um die Bucht in Richtung Leuchtturm unternommen.
Nach dem Abendessen wurden in der Plicht noch einige Runden Rommé gespielt.

Samstag 11.10.2014

Bereits um 08.30 hieß es Leinen los. Nach 2 Meilen konnten wir die Segel setzen und bei sonnigem Wetter ging es dann mit gutem Ostwind in Richtung Lumbarda auf Korcula.
Leider verließ der Wind uns gegen Mittag wieder und wir mussten wieder auf den Motor zurückgreifen.
In Lumbarda angekommen wurden wir vom Hafenmeister in Empfang genommen und bekamen einen guten Liegeplatz zu gewiesen. Die kleine Marina liegt direkt an einem schönen Strand mit einer kleinen Bar und hat schöne Sanitäranlagen. Von hier aus kann man gut mit einem Taxi zu einer Besichtigungstour nach Korcula aufbrechen. Die günstigste Zeit dafür ist entweder früh am Morgen oder gegen Abend, denn dann ist die Stadt relativ Touristen frei. Die Marina Korcula ist nicht unbedingt zu empfehlen. Da wir bereits im Mai in Korcula waren, nutzten wir die Zeit zu einem ausgiebigen Bad. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg unseren Einkauf zu erledigen. Es gibt hier gute Möglichkeiten. Dann ging es ans Kochen und nach dem Essen gingen wir in die kleine Strandbar um den herrlichen Sonnenuntergang bei einem Cocktail zu genießen.

Sonntag 12.10.2014

Heute sollte es nach Podgora an der Markaskaküste gehen. Nach dem Frühstück wollten wir ablegen, leider war weit und breit kein Hafenmeister in Sicht. Nach einem kurzen Telefonat kam dieser dann und wir konnten unsere Schiffspapiere in Empfang nehmen. Um 8.40 Uhr legten wir ab.

Marina Lumbarda

Wie immer sollte ein Foto von dem letzten Liegeplatz gemacht werden. Christof hob den Fotoapparat an und konnte kaum glauben was er da sah. Wieso saß unser Hund Captain noch an Land, während wir bereits in Richtung offenes Meer unterwegs waren? Unser Hund blickte uns ganz konstatiert hinterher und verstand die Welt nicht mehr. Sofort wurde das Rettungsmanöver eingeleitet, und wir legten an der Außenseite des Hafens längsseits an um den verloren Passagier wieder an Bord zu nehmen. Zum Glück hatte unser Nachbarschiff noch nicht abgelegt, und so wurde Captain zu unserem Anleger geleitet. Dieser hatte, nachdem er uns wieder in Sichtweite hatte, alle Zeit der Welt. Nachdem die Crew jetzt endlich wieder vollständig war, konnten wir unsere Fahrt fortsetzten. Bei sonnigem Wetter ging es durch den Peljeski-Kanal an Korcula Stadt vorbei in Richtung Podgora. Im Peljeski Kanal lag gerade die Quenn Elisabeth vor Anker und schipperte ihre Passagiere zum Landausflug. Das Schiff ist schon ein beeindruckender Anblick. Weiter ging es unter Segel in Richtung Markaska Küste. Da unser Max heute Namenstag hatte wurde zu Feier des Tages am Mittag eine frische Pizza gebacken. Um 14.00 Uhr legten wir in dem kleinen Hafen Podgora an. Hier gibt es nur sehr wenige Liegeplätze. Die Küste bietet wirklich einen atemberaubenden Anblick. Podgora ist ein touristisch erschlossener Ort, jedoch im Spätsommer ist es hier sehr beschaulich. Es gibt hier viele Bademöglichkeiten und jede Menge Cafe´s und Bistros am Hafen. Am Nachmittag wollten wir zum Strand aufbrechen und baten Max, der nicht mit wollte, bei Captain zu bleiben. Kaum machten wir uns auf den Weg, als wir bereits nach ein paar Metern ein Hecheln hinter uns hörten und unsere vier Beine uns zügig folgten. Nach seinem Erlebnis von heute Morgen, wollte er wohl nichts mehr dem Zufall überlassen. Also mussten wir ihn wohl oder übel mitnehmen und außerhalb des Badestrandes ablegen. Aber solange er uns sehen konnte, war er sehr zufrieden. Zurück an Bord machten wir uns auf zum Einkauf, da wir am nächsten Morgen sehr früh ablegen wollten. Nach dem Einkauf machten wir uns auf zum Abendessen. In einem kleinen Lokal haben an diesem Abend ganz hervorragend und günstig gegessen. Nach einem Absacker an Bord ging es früh in die Koje.

Podgora Kroatien

Montag 13.10.2014

Nach einem erfrischenden morgendlichen Bad, legten wir bereits um 06.50 Uhr ab. Bei einem leicht in Morgennebel gehüllten Sonnenaufgang ging es weiter in Richtung Maslinica auf Solta.

Maslinica auf Solta

Heute wurde auf See gefrühstückt. Gegen 10.30 Uhr setzten wir die Genua und ließen uns von dieser zu unserem Ziel bringen. Bevor wir in den Hafen von Maslinica einliefen, legten wir noch einen Badestopp in der Bucht Sesula ein. Hier muss man mit Anker und Landleine anlegen. Sesula ist eine ruhige Bucht mit zwei Konobas, in der man auch gut übernachten kann. Weiter ging es in die Marina Maslinica, dies ist eine neue Marina unterhalb eines großen Schloss Hotels. Hier gibt es einen schönen Strand und gute Einkaufsmöglichkeiten.

Bucht Sesula

Abends sind wir zu einer Konoba in der Bucht Sesula gelaufen um dort eine Schweinepeka zu essen. Wieder an Bord wurde noch eine Runde gespielt und dann ging es ab in die Koje.

Dienstag 14.10.2014

Heute sollte es in den Stadthafen nach Primosten gehen. Nach einem morgendlichen Bad und Frühstück ging es um 08.50 Uhr los. Das Wetter zeigte sich heute sehr bedeckt und es kam Jugo auf. Trotzdem konnten wir die Segel setzen und es ging unter einem guten Süd – Ostwind in Richtung Primosten. Bei der Einfahrt zum Stadthafen mussten wir feststellen, dass es unmöglich war auf Grund von immer stärker werdendem Wind im Stadthafen von Primosten anzulegen. Kurz entschlossen machten wir kehrt und nahmen Kurs zur Marina Kremik. Kaum waren wir in die Bucht eingefahren, ließ der Wind nach und wir konnten unser Boot in Ruhe für den Anleger fertig machen. Hier bekamen wir nach einem kurzen Anruf einen Liegeplatz zugewiesen. In der Marina Kremik wird nicht wie sonst üblich römisch katholisch angelegt sondern an Fingerstegen.

Es ist eine schöne ruhige Marina, leider liegt sie etwas außerhalb von Primosten. Wir nutzten den Rest des Tages zum Spazierengehen und faulenzen. Nach dem Essen legten wir wieder einen Spieleabend ein.

MARINA-KREMIK-PRIMOSTEN

Mittwoch 15.10.2014

Heute war an ein Auslaufen nicht zu denken. Der Jugo fegte mit bis zu 35 Knoten über das Meer. Also mussten wir einen Hafenliegetag einlegen. Während Jörg und Max an Bord blieben, machten Christof und ich uns mit dem Taxi auf nach Primosten auf um einzukaufen. Als wir in Primosten ankamen mussten wir feststellen, dass wir gut daran getan haben uns in die Marina zu verholen.

Stadt Primosten

Stadt Primosten

Der Wind peitschte mit enormer Kraft gegen die Pier. Als erstes machten wir einen kleinen Rundgang durch die Altstadt, welche sich auf einer Halbinsel befindet .Diese befand sich jedoch bereits im Winterschlaf und es hatten nur noch wenige Cafés und ein Restaurant auf. Nachdem wir unsere Einkäufe getätigt hatten, fuhren wir zurück zur Marina. Mittlerweile fing es auch noch an zu regnen. Zurück im Hafen verbrachten wir den Rest des Tages mit faulenzen und einem langen Spaziergang mit unserem Captain.

Donnerstag 16.10.2014

Am heutigen Morgen war es noch ein wenig bedeckt, aber der Wind hatte nach gelassen und wir konnten um 08.15 Uhr ablegen. Durch den Hafenliegetag mussten wir unser gestriges Ziel Tribunje liegen lassen und wollten somit direkt zu unserem letzten Ziel nach Tkon auf Pasman. Oberhalb von Tkon befindet sich ein altes Benediktiner Kloster, welches wir besuchen wollten. Gegen Mittag wurde es sonnig und wir konnten die Segel setzen. Da heute mal wieder Seemannsonntag war gab es zu Mittag einen selbstgebackenen Kuchen. In Tkon angekommen mussten wir feststellen, dass es hier keinerlei Liegeplatz mehr gab, da diese bereits alles mit Winterliegern belegt waren. Also hieß es wieder umdisponieren und es ging nach Biograd. Hier wurde bereits alles für die Bootsmesse in der folgenden Woche vorbereitet, was für uns zur Folge hatte, dass wir in einer sehr enge Gasse einen Liegeplatz bekamen. Nach dem Anlegen machten wir erst einmal einen Spaziergang mit unserem Captain. Später machten wir noch einen kleinen Rundgang durch Biograd, bevor wir zum Abendessen gingen.

Freitag 17.10.2015

Nach unserem morgendlichen Spaziergang wollten Christof und ich zum Duschen gehen, während Max, Jörg und Captain noch an Bord blieben. Kaum war ich in der Duschkabine, als ich plötzlich ein Tapsen hörte und feststellen musste, dass unsere vier Beine sich auf die Suche nach uns gemacht hatten. Lumbarda lag ihm wohl immer noch in Knochen. Ich also wieder raus, um die vier Beine zurück an Bord zubringen. Schweren Herzens blieb er dann doch noch bei den anderen Beiden, jedoch nicht ohne an Oberdeck auf Ausguck zugehen, wann wir denn endlich wiederkämen.
Nach dem Frühstück ging es los. Es war recht beschwerlich sich aus der engen Gasse eine freie Fahrt zu verschaffen. Unterwegs haben wir noch eine kleine Badebucht gefunden, in der wir für diese Saison unser letztes Bad im Meer genommen haben.
Weiter ging es zur Marina Dalmacija. Nach einem letzten Tankstopp, ging es kurz um die Ecke an den Steg, wo uns Dado bereits in Empfang nahm. Glücklich, das Boot wieder einmal ohne Schaden zurück zugeben, freuten wir uns unsere Freunde (die Verscharterer) wieder zu sehen. Nach dem obligatorischen Einlaufbier, begann nun wieder der Ernst des Lebens. Als erstes wurde Captain gekämmt und dann einer kräftigen Dusche gegen das Seewasser unterzogen. Danach wurde Jörg mit Captain zu einem Trocknungsspaziergang geschickt, während wir verbleibenden Drei klar Schiff machten. (Was heißt, das Schiff außenbords zu reinigen, die Kombüse und die Kojen wieder auf Vordermann bringen) Am späteren Nachmittag, nachdem das Auto wieder fertig gepackt war, gingen wir alle zum Duschen. Gegen 17.00 Uhr wurde das Schiff von einem Taucher abgetaucht. Da keinerlei Schäden am Schiff gefunden wurden, bekamen wir unsere Kaution zurück. Bei einem Bier erzählten wir Mara und Dado unsere Erlebnisse während diesen Törns. Unser Abendessen, nahmen wir dann in einem Lokal ein. (Der Smutje trat heute in den Streik)
Nach dem Abendessen sind am heutigen Abend alle früh in unserer Koje verschwunden, da am nächsten Morgen um 05.00 Uhr bereits die Nacht zu Ende war.

Samstag 18.10.2014

Bereits 06.00 Uhr am Morgen, wurden Jörg und Max von einem Taxi abgeholt, welches die Beiden zum Flughafen gebracht hat. Wir haben noch auf Mara und Dado gewartet, damit wir von den Beiden Abschied nehmen konnten, mit der Option im Juni 2015 wieder zu kommen.
Wieder einmal hatten wir einen wunderschönen Urlaub in Kroatien, diesmal mit einer ganz anderen Erfahrung, da wir sehr spät in der Saison waren ,und Max hatte einen schönen ersten Törn auf einem Dickschiff.

sonnenuntergang-marina-dalmacija-bibinje-sukosan