Montenegro

Segeln vor der montenegrinischen Küste

Montenegro ist eine Republik an der südöstlichen Adriaküste in Südosteuropa. Sie grenzt an Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Albanien sowie an den (völkerrechtlich umstrittenen) Kosovo. Nachdem Montenegro nahezu 90 Jahre zu Jugoslawien gehört hatte, wurde es am 3. Juni 2006 wieder unabhängig.

Der Balkanstaat ist mit etwa 625.000 Einwohnern und einer Fläche von 13.812 Quadratkilometern einer der kleineren Staaten Europas – flächenmäßig etwas kleiner als Schleswig-Holstein. Die Hauptstadt ist Podgorica. Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus an der montenegrinischen Küste.

Montenegro ist Mitglied der Vereinten Nationen, der WTO, der OSZE und des Europarates. Zudem ist Montenegro Beitrittskandidat der Europäischen Union und der NATO.

Montenegro ist ein im europäischen Vergleich relativ dünn besiedeltes waldreiches Gebirgsland im südöstlichen Teil des Dinarischen Gebirges. Die unzugänglichen Hochgebirge werden oftmals durch steile abweisende Canyons zerteilt. Darunter gilt die Tara-Schlucht als tiefste Schlucht Europas. Daher ist auch nur das durch zahlreiche Verbreiterungen geprägte Tal des Lims dichter besiedelt.

Das Land lässt sich von Südwest nach Nordost in drei hauptsächliche Landschaftsräume gliedern:

  • die steil abfallende und durch Buchten (z. B. Bucht von Kotor) gegliederte Steil-Küste am Mittelmeer (Adria) mit den historischen mediterranen Küstenorten
  • das karge und wasserlose Karsthochplateau Altmontenegros (Rudine und die Katunska nahija mit dem höchsten Küstengebirge Dalmatiens, dem Orjen mit dem Zubački kabao (1894 m) sowie dem Lovćen). Hier bieten nur wenige Poljen etwas landwirtschaftlich nutzbaren Boden (Grahovo, Cetinje),
  • sowie das zentral- und nordmontenegrinische Hochgebirgsland. Hier finden sich auch die höchsten Erhebungen Montenegros und des gesamten Dinarischen Gebirges das Prokletijemassiv mit der höchsten Erhebung des Landes, dem Zla Kolata (2534 m) sowie das Durmitor-Massiv mit dem Bobotov Kuk (2522 m).

Windverhältnisse

Die Adria hat ein Mittelmeerklima, abgesehen von einigen ortsbedingten Veränderungen. Es sind schnelle Wetterumschläge und Bewegungen der Luftmassen mit insgesamt positiven Auswirkungen zu beobachten. Die Luftmassen, die vom Atlantik kommen und über das Mittelmeer hinweg ziehen, führen zu einem sonnigen Sommer mit geringen Niederschlägen längs der Adria. Das Meer dient als natürlicher Regler und schafft ein gemäßigtes Klima mit warmen Sommern.

Die Bora (bora) und der Jugo-Schirokko (jugo-Schirokko) sind die wichtigsten Winde an der Adriaküste. Sie wehen gewöhnlich in der Winterszeit, von September bis Mai. Der häufigste Wind im Sommer ist der Maestrale.

Die Bora ist ein kalter und trockener Nord-Ost-Wind. Sie kommt vom Festland; d.h. sie weht von der Ostadria auf die offene See und bringt heiteres Wetter mit sich. Sie kommt plötzlich auf und weht in Böen in Richtung des Meeres. Am stärksten ist sie im Velebit-Kanal und im Golf von Triest. Die typischen „Bora-Korridore“ sind:

  1. der Golf von Triest
  2. die Kvarner-Bucht
  3. der Velebit-Kanal
  4. Šibenik
  5. Split-Makarska
  6. Pelješac
  7. Dubrovnik.

Im Sommer weht die Bora als örtlicher Wind und dauert nur einige Tage. Im Winter kann sie ein bis zwei Wochen andauern.

Der Jugo-Schirokko ist ein warmer, feuchter Ost-Südost-Wind. Er bringt schwere Wolken und Regen mit sich. Er kommt genauso plötzlich wie die Bora auf, aber er braucht 36-38 Stunden, bis er sich voll entwickelt hat. Er weht an der ganzen Adria. Im Sommer kann er als örtlicher Wind vorkommen, vor allem im südlichen Teil der Adria. Aber von März bis Juni ist er auch im Norden häufig.

Der Maestrale ist ein örtlicher Wind, der vom Meer kommt und meistens im Sommer weht. Gewöhnlich erhebt er sich zwischen 10 und 11 Uhr vormittags, erreicht seinen Höhepunkt zwischen 14 und 15 Uhr nachmittags und lässt gegen Sonnenuntergang nach. Er bringt schönes Wetter. Meistens kommen mit ihm weiße Wolken.

Sonstige Winde: Burin (leichte Bora), ein Nordostwind, weht im Sommer, kommt vom Festland. Die Tramontane, eine Art der Bora, ein Nordwind. Ein anderer Boratyp ist der Ostwind Levant. Der Wind Pulent kommt vom Westen, und der Wind Lebic vom Südwesten.

Das Video wurde uns freundlicherweise über Youtube zur Verfügung gestellt von http://www.ard.de/